Zufälle sind meist auch Chancen, ein Artikel von Johannes Erler

OK, Eigenlob stinkt – aber ich hab mich halt sehr darüber gefreut, dass Johannes Erler, ex-Muthesianer und einer der Gründer der Hamburger Design-Agentur Factor Design, so nett über mich geschrieben hat. Und dabei erinnert an Prof. Klaus Detjen, der nicht nur ihm für die Typografie begeistert hat, aber auch mich 1995 als Lehrbeauftragter für Schriftgestaltung an die Muthesius holte. Johannes Erler habe ich damals nicht gleich kennengelernt, er war gerade fertig mit dem Studium. Dafür machte sein zukünftiger Kollege Uwe Melichar da gerade sein Diplom. Weitere damalige Studenten von Klaus Detjen waren übrigens André Heers und Annette Le Fort. Kurz nachdem Klaus Detjen mich 2006 zum zweiten Mal nach Kiel holte, traten sie als seine Nachfolger an. Man begegnet sich im Leben eben immer zwei Mal! Nicht über diese aber über andere Zufälle im Berufsleben schreibt Johannes in seinem Artikel in die PAGE. Siehe hierfür das angehängte PDF oder den unten stehenden Link.

Der im Artikel erwähnte Vortrag DIN – keine Zufälle! zum Thema Serendipity, den ich Mai 2017 in der Veranstaltungsreihe von Creative Mornings Hamburg im DesignXPort Zentrum in Hamburg gehalten habe, könnt ihr euch auf die Website der Creative Mornings und bei YouTube angeschauen.

09.10.2017 Comments (1)

Kommentare

  • Lieber Albert-Jan,

    lese gerade per Zufall diese Rubrik:
    Hm, um ehrlich zu sein wimmelt Johannes Erlers Artikel von falschen oder falsch verstandenen Bildern (im Sinne von Metaphern). Serendipität ist es z.B. nicht, wenn man sich (mehrfach) für den Studiengang Design bewirbt und dann im Nachrückverfahren dort genommen wird, auch, oder gerade dann, wenn er innherhalb der Designstudienfächer die Typografie entdeckt. Es ist dann eigentlich mehr vorhersehung oder glückliche Fügung doch nicht etwas anderes studieren zu müssen. Seltsamernweise führt er selbst ja die richtige Erklärung des Begriffs an: man sucht eine Sache und findet etwas vollkommen anderes (wie auch im Wikipedia-Artikel aufgeführt das Beispiel von Columbus, der Indien suchte und Amerika entdeckte (wobei auch das eigentlich nicht richtig ist, denn Amerika wurde erwiesenermaßen viel früher, von anderen seefahrenden Völkern wie z.B. den Wikingern entdeckt).
    Das zweite, falsche Bild ist das der (morgigen) Wettervorhersagen. Diese sind seit einigen Jahren relativ gesichert vorherzusagen, zumindest über den Zeitraum von bis zu einer Woche. Natürlich gibt es geringfügige Abweichungen, aber im Großen und Ganzen ist das Wetter einen Tag im Voraus relativ präzise zu benennen.
    Der vergleich mit dem Wetter ist sowieso an Banalität nicht zu toppen. Warum nciht gleich die Floskel »Nichts ist so beständig wie die Unbeständigkeit«, wobei das schon fast philosophisch erscheint (so wie manche Fußballerstilblüten, die zuerst falsch und banal daherkommen, bei genauerer Betrchtung aber durchaus philosophisches Potenzial haben, à la »Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu« oder »Mal verliert man, dann gewinnen die anderen«) – aber das ist ein andere Rubrik.
    Ich gönne Johannes Erler seinen allumfassenden Erfolg, finde das aber, was er zuweilen von sich gibt relativ banal. Das ist mir sehr schleierhaft. Auch bei den TypoTagen in Berlin sind seine Kommentare und Fragen bei seinen Interviews sehr banal. Außerdem ist er schlecht vorbereitet. Wenn man erstmal oben mitmischt, dann schwimmt man immer an der Oberfläche mit, oder?! Das klingt genauso banal wie wahr, obwohl »Oberfläche« ja durchaus auch eine zweideutige Tiefe hat.

    Viele (kritische Grüße),
    Daniel

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Kommunikationsdesign

Ziel des Studiums ist die Qualifizierung von Designerinnen und Designern für die Aufgabenfelder der Visuellen Kommunikation in der modernen Gesellschaft. Dabei spannt sich der Bogen der Ausbildung an einer Kunsthochschule zwischen »freier« ästhetischer Innovation und »harter« Praxis gesellschaftlicher Kommunikation in Wirtschaft und Kultur. Die Ausbildung im Kommunikationsdesign umfasst neben dem Erwerb technischer und gestalterischer Fähigkeiten in den klassischen Bereichen der Printmedien, des Ausstellungsdesigns und der Fotografie auch den Umgang mit digitalen Medien in allen Bereichen. Die praktische Arbeit wird ergänzt durch die systematische Ausbildung in begleitenden Theoriefächern zur Kunst- und Designgeschichte, Kunstsoziologie und Wahrnehmungspsychologie, Marketing und allgemeiner Ästhetik. Hinzu kommt die Ausbildung im Umgang mit künstlerischer und praktischer Sprache im Bereich der verbalen Kommunikation.

Ziel des Studiums ist zudem, in einer immer komplexeren und dynamischeren Welt des Kommunikationsdesigns, ihr durch eine gleichermaßen künstlerisch-innovative, handwerklich-technisch anspruchsvolle und berufspraktische Ausbildung gerecht zu werden.
Die zunehmend größere Bedeutung visueller Kommunikation in der modernen Gesellschaft erfordert schließlich, dass überkommene Traditionen des Fachs einer permanenten kritischen Reflexion unterzogen werden ; d. h. die neuen Berufsbilder im Design erfordern eine gleichermaßen intuitiv-gestalterische wie distanziert reflektierende gestalterische Praxis, die im Studium in Seminaren, Übungen, Projekten und Praktika innerhalb und außerhalb der Kunsthochschule erlernt werden soll.

Mit dieser Zielsetzung und einem entsprechenden Ausbildungsprogramm bietet der Studiengang Kommunikationsdesign die Basis für das spätere Wirken im Beruf.

Lehrende

PROF. OSWALD EGGER
Sprache und Gestalt

PROF. ANDRÉ HEERS
Kommunikationsdesign / Typografie und Gestaltung

PROF. PETER HENDRICKS
Fotografie

PROF. MARKUS HUBER
Illustration

PROF. SILKE JUCHTER
Konzeption und Entwurf

PROF. WOLFGANG SASSE
Strategische Kommunikation / Verbale Gestaltung

PROF. ANNETTE E. leFORT
Kommuniktionsdesign / Typografie und Buchgestaltung

Die Lehrgebiete Interaktive Medien bei PROF. TOM DUSCHER und Film/Time-based Media bei  PROF. STEPHAN SACHS sind interdisziplinär und dem Zentrum für Medien zugeordnet. Beide Lehrgebiete bieten einen Masterschwerpunkt an.

Abschlüsse

Bachelor of Arts (B. A.)
Master of Arts (M. A.) in den Schwerpunkten :
Editorial Design/Typografie
Editorial Design/Fotografie
Interaktives Informationsdesign
Konzeption & Entwurf/Strategische Kommunikation
Illustration
Sprache und Gestalt

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